Von Coban nach Salama

Den Abend verbringe ich noch in Coban. Mitten im Markttrubel und kaum zu glauben, ein gut bewachtetes Geschäft mit meinem Namen.

01.01.2012 von Coban nach Salama

 

Von Coban nach Antigua sollen es nur vier Stunden Fahrt sein. Nachdem die neuen Bremsbelege installiert sind, geht es sofort los. Es ist ja nicht ganz soweit. Mein Navi zeigt 160 km an und sogar eine Route auf der ich fahren kann. Mittagspause um 14 Uhr in Salama. Eine wirklich abgemagerte Hündin richt das Hähnchen und bekommt natürlich etwas ab.

Weiter geht es auf der Naviroute durch die Berge. Nach 30 km wird aus der geteerten Straße eine ungeteerte mit kleinen und immer größer werdenden Flußüberquerungen.

Bis es so aussieht als ob hier garnichts mehr geht. Tatsächlich! Über diese Brücke wird so schnell keiner mehr fahren.

Die Menschen gehen zu Fuß einen Weg durchs Wasser. Und auch der rote Jeep links im Bild versucht sich und bleibt nach 1:30 Minute stecken. Das Angebot der Schaulustigen, die Motorräder für 200 Quetzal (20 €) über den Fluß zu bringen, schlagen wir aus und drehen um. Versuchen einen anderen Weg, aber auch hier schlagen die Menschen nur die Arme über dem Kopf zusammen als sie hören, dass wir heute noch nach Antigua wollen. Es ist mittlerweile 16 Uhr und es wird bald dunkel mitten in den Bergen.

Wir drehen um und fahren etwas schneller die steinige Straße zurück. Ich rutsche in einer der Flußüberquerungen aus und Matt muss hier helfen, dass Motorrad aufzurichten. Nichts passiert, aber Matt hat einen Platten. Also alle paar Kilometer den Reifen neu aufpumpen und zu guter letzt beginnt es auch noch zu regnen. Zurück in Salama finden wir sofort ein nettes und preiswertes Hotel mit einer sehr verschmusten Katze.  

02.01. Salama

 

Erste Aktion: den Reifen wieder flott bekommen. Direkt gegenüber vom Hotel ist eine Motorradwerkstatt. Da hier mehr Motorräder als Autos unterwegs sind, existieren genug Motorradläden in den kleinen Städten und die kennen sich bestens aus mit Reparaturen. Zudem sind die Preise für Arbeit und Ersatzteile absolut günstig. Also alles bestens. Es soll heute weiter nach Antigua gehen. Nächster Versuch auf der Abenteuerreise durch Guatemala (Zentralamerika).